Georg Bataille : Theorien der Religion

Der Textausschnitt aus dem Buch „Theorien der Religion“, von Bataille handelt von dem menschlichen da sein und die Herstellung der Profanen Welt.Folgender Textausschnitt ist gegliedert in Neun Abschnitte. In diesen Abschnitten wird schrittweise die Bedeutung der Menschen und deren Einzigartigkeit herausgefiltert. Hierzu wird zunächst in einem ersten Schritt die Position des Gegenstandes in diesem Sinne des Werkzeuges ausgearbeitet. Bataille stellt eine klare Differenz zwischen Mensch und Tier auf. Ein solcher Gegenstand, ein Werkzeug, oder ein brauchbares Objekt, so etwas gibt es unter den Tieren nicht. Das Bewusstsein des Menschen nimmt das Werkzeug war insofern es einen bestimmten Zweck erfüllt. Der Mensch kann das Werkzeug beliebig nach seinen Zwecken und Wünschen nutzen. Deswegen ist das Werkzeug also der Gegenstand dem Menschen unter geordnet. Der zweite Abschnitt hat die Überschrift „Position immanenter Elemente der Gegenstandsebene“, in diesem Abschnitt wird erläutert dass die Position eines erkannten Gegenstandes allgemein als eine Gegenstandssphäre eingeordnet wird. In diese Sphäre wird das eingeordnet was nicht auf gleiche Weise erkannt werden kann. Der Mensch selber erkennt sich auch erst wenn er sich von außen als einen anderen wahrnehmen kann. Der Dritte Abschnitt welcher „ Position der Dinge als Subjekt“ heißt erläutert die Objekt ,Subjekt Beziehung.Das Werkzeug kann selbst als Subjekt und Objekt betrachtet werden. Deshalb empfängt es die Attribute des Subjekts und nimmt Platz neben all jenen Tieren, Pflanzen, Meteoren oder Menschen. Es tritt zur Gesamtheit der Welt in eine Art Kontinuitätsverhältnis,bleibt aber getrennt , als es im Geiste dessen entstand, der es herstellte. Die Vierte Überschrift „ Das höchste Wesen“ impliziert einen Wert der alle anderen übertrifft. Diese höher Stufung hat eine Unterstufung zur Folge.Ding und intime Wesen können neben einem derartigen höchsten Wesen betrachtet werden.Das höchste Wesen hat die würdigsteund somit die dominierende Stelle inne.Alle gehören zur gleichen Art, so unterstreicht Bataille den Charakter einer unfreiwilligen Verarmung und Begrenzung. Die Christen sehen in Gott nicht ein erstes Bewusstsein von Gott. Das Heilige wird wie folgt beschrieben: Das höchste Wesen der Urmenschen besaß wohl noch kein hohes Ansehen. Die ersten Menschen standen den Tieren näher als der Mensch heute. Die Empfindung des heiligen ist lange nicht mehr, die des Tieres. Jedoch untersetzt sich das Tier ohne sichtbaren Protest in eine Immanenz während der Mensch bei der Empfindung des Heiligen Schauder verspürt.Im sechsten Abschnitt in welcher die Geister und Götter thematisiert und definiert werden, heißt es , dass Gott keinen Zusammenhang zur Wirklichkeit hat , sie werden als mythische Geister ohne Substrat beschrieben. Dies wird so erläutert: Gott ist rein und heilig er unterlegt somit nicht der Wirklichkeit eines sterblichen Körpers. Im Siebten Abschnitt wird die „Position der Welt der Dinge und des Körpers als Ding“ beschrieben.Die von Subjekt ausgehende Kontinuität, ist das menschliche Leben und ist nach der Position der Dinge oder Gegenstandsebene . Im Bereich dieser Kontinuität ist alles geistig hierzu gibt es keinen Gegenzug. Diese Position ist keineswegs gleichzusetzen mit der Immanenz und der Subjekt-Objekt Beziehung. Im achten Abschnitt wird das „verzehrte Tier, der Leichnam und das Ding“ beschrieben. Die Definition des Tieres ist für den Menschen ein natürlicher und grundlegender Prozess geworden. Die Menschen würden sich selber nicht auf die selbe Ebene stellen wie des eines Tieres. Ein Tier wird als ein Objekt oder Ding, Gegenstand betrachtet wenn es tot gegessen wird.Zum einen ist der Leichnam die vollkommenste Affirmation des Geistes zum anderen die Abwesenheit des Toten. Im Prinzip ist das Tier ein untergeordnetes Element, dass um seiner selbst willen nicht zählt. Der letzte Abschnitt thematisiert „Der Arbeiter und das Werkzeug“, Die Welt der Dinge wird auf bestimmter Weise als verfall empfunden. Sie bewirkt in dem der sie für sich geschaffen hat, als eine Entfremdung.Ein grundlegendes Prinzip ist, wer unterordnet, verändert nicht nur das untergeordnete Element, auch er selbst verändert sich. Das Werkzeug verändert die Natur und den Menschen. Sie ist sein unter der Voraussetzung, ihm verschlossen zu sein. Beispiel aus dem Text: „Der, der den Weizen anbaut, ist kein Mensch: er ist der Pflug dessen, der daß Brot ist. Und sogar der Akt des Essens selber ist letztlich bereits selber die Feldarbeit, der sie die Energ

30.3.16 13:44, kommentieren

Grundlagetext: Sigmund Freud_Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse 1917

In dem Folgenden Text wird die psychosexuelle Entwicklung eines Menschen nach Freud beschrieben. Freud geht davon aus, dass der Mensch von Geburt aus ein Triebwesen ist und von seinen Trieben geleitet wird, diesen Trieb nennt er Sexualtrieb und seine Platzierung ist im Seelenleben.(vgl. Freud) Diese wird als fundamentale menschliche Antriebskraft gesehen. Mit dem Sexualtrieb der durch den Libido gesteuert ist, meint Freud nicht nur den sexuellen Akt auch Bedürfnisse wie Hunger und dem Machtwillen ummauern diesen Trieb. Freud spricht bei einer nicht Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse von Neurosen, diese sind spezifische Erkrankungen der Sexualfunktion. Sigmund Freud hat ist seiner Psychoanalyse demnach drei Instanzen einen hohen Wert zugesprochen: das Ich, das Es und dem Über-Ich. Das Es im Menschen sind alle Bedürfnisse eines Menschen die Freud als Sexualtrieb bezeichnet. Diese Instanz umrahmt alle Bedürfnisse die ein Lebewesen bewusst aber auch unbewusst haben kann. Das Ich hingegen wird zum Gegenpart zum Es gesehen. Es besteht aus der erzieherischen Umwelt und geht von verinnerlichten Handlungsnormen aus. Man könnte auch sagen es ist das Gewissen eines jeden Menschen und steht in Abhängigkeit zu den Wertvorstellungen und Moralischen Instanzen die jedes Individuum unterschiedlich entwickelt. So würde zum Beispiel eine Person eher dazu neigen einer Norm zu verachten als eine Person, die ein stärkeres es besitzt.Das Ich welches die letzte Instanz in diesem Kontext aufweist ist die ausgebildete Ich-Identität einer Person, quasi das was einen Menschen ausmacht. Das Ich hat die Aufgabe und das Ziel zwischen es und über-Ich zu vermitteln. Das Ich vermittelt größtenteils bewusst und versucht psychische als auch soziale Konflikte zu lösen.Die größte Aufgabe liegt somit darin die Hürden des Es und des über-Ich in Einklang zu bringen.Des Weiteren wird dem Menschen durch Freud ein Narzissmus zugesprochen, dieser herrscht im Menschen von Geburt an. Der Mensch versucht demnach seit seiner Geburt durch seine Ich-Liebe zu überleben. Es will seine Triebe und Bedürfnisse befriedigen. Freund sagt auch in diesem Kontext, dass das Verhalten eines Kleinkindes nur vom Es gesteuert ist. Das Kleinkind muss zunächst von seinen Eltern sozialisiert werden, damit überhaupt erst das Über-Ich in Kraft treten kann. Wenn man demnach nicht weiß welche Folgen ein Verhalten mit sich trägt, würde man auch ohne Scheu davor, Straftaten oder nicht erlaubte Sachen machen, man würde ja sowieso keine Folgen daraus mit sich ziehen. Dies kann man sehr schön an einem Baby verdeutlichen, es uriniert unkontrolliert, was eine Erwachsene sozialisierte Person nicht machen würde. Neben der Tatsache, dass dies ziemlich unangenehm wäre wurde uns beigebracht auf Toilette zu gehen und unser Über-Ich hat uns gelehrt auf Toilette zu gehen. Natürlich gibt es auch Konflikt Situationen in denen das Ich „versagt“ und mit den Bedürfnissen des Ich nicht fertig wird. Zum Beispiel man ist sich über die Konsequenzen von nicht gemachten Hausaufgaben klar aber erledigt sie trotzdem nicht, da man das Bedürfnis des inneren Triebes, zB. Ins Kino zugehen befriedigen möchte. Zusammen fassend lässt sich sagen , dass eine ausgewogene Spannung zwischen dem Es und des Über-Ich stattfinden muss, damit das Ich eines Menschen nicht krank wird. Doch auch sollte man sich an die Werte und Normen der Gesellschaft halten um ein fester Bestandteil ihrer werden zu können ohne als verrückt oder krank bezeichnet zu werden. Aber ein wenig aus der Rolle tanzt halt jeder man auf ganz individuelle Weise. ☺

12.2.16 07:31, kommentieren

Grundlagetext: Pierre Bourdieu: „Ökonomisches Kapital – Kulturelles Kapital – Soziales Kapital“ (198

„Es gibt also Unterschiede (und genau das meine ich, wenn ich von sozialem Raum spreche) und wird sie weiter geben.“ (Bourdieu 1998, S. 26) Bordieu unterscheidet in seinen Arbeiten über das Kapital unter drei Kapitalsorten. Bevor näher auf die verschiedenen Kapitalarten eingegangen wird erscheint es für sinnvoll zunächst den Begriff des Kapitals zu definieren. Bordieu impliziert hierbei Kapital als „akkumulierte Arbeit, entweder in Form von Material oder in verinnerlichter, »inkorporierter« Form“ (Bourdieu, 1992g, S. 49). Bordieu spricht demnach nicht von dem Begriff des Kapitals im Sinne von rein ökonomischen Gesichtspunkten. In zahlreichen Veröffentlichungen und Untersuchungen Bordieus werden die verschiedenen Kapitalsorten im Zusammenhang zu der sozialen Position eines jeden Menschen gebracht. So konnte Bordieu/Passeron in „Die Illusion der Chancengleichheit“, festhalten , dass die verschiedenen Kapitalien den Habitus und die Stellung in der Gesellschaft , die ein Mensch hat festlegen. Auch stellt Bordieu fest, dass die verschiedenen Kapitalien in der Gesellschaft ungleich verteilt sind. Der Habitus wird hierbei als angeboren gesehen und leitet den Menschen. Hierzu zählt die Haltung, das Essverhalten, die Sprache und die Denkstrukturen eines Menschen. Bevor weiter auf seine Untersuchungen eingegangen wird, wird zunächst seine Kapitalbegriffe eingeführt.„Mit dem kulturellen Kapital als das fundamentale Kapital, wird größtenteils Bildung gemeint, die sich nach außen am häufigsten in Form von schulischen Bildungstiteln zeigt und deswegen auch als das Bildungskapital bezeichnet werden kann, das auch unter bestimmten Voraussetzungen in ökonomisches Kapital konvertierbar ist“ (Demirtas 2014: 42) Das kulturelle Kapital impliziert somit Handlungswissen und Bildung und ist weitestgehend von Werten und Normen eines Menschen geprägt. Des Weiteren lässt sich das kulturelle Kapital nach Bordieu in drei Unterformen des inkorporierten, objektivierten und institutionalisierten Kulturkapitals aufteilen. Das inkorporierte Kulturkapital ist die verinnerlichte Form von kulturellem Kapital. Sie „wird in persönlicher Bildungsarbeit erworben und kann am ehesten als kognitive Kompetenz und ästhetischer Geschmack beschrieben werden“ (Jungbauer-Gans, 2004, S. 377) Das inkorporierte Kapital wird zum festen Bestandteil der Person und hier raus wird auch der Habitus entwickelt. Das objektivierte Kapital stellt dem gegenüber eine materielle Form von Kapital dar. Hiermit sind zum Beispiel Gemälde,Bücher gemeint. Diese sind beliebig vererbbar und können von jedem der ökonomisches Kapital aufweisen kann, gekauft werden. Die institutionalisierte Form von Kulturkapital impliziert schulische und akademische Titel. Als soziales Kapital bezeichnet Bordieu „die Gesamtheit der aktuellen und potentiellen Ressourcen, die mit dem Besitz eines dauerhaften Netzes von mehr oder weniger institutionalisierten Beziehungen gegenseitigen Kennens oder Anerkennens verbunden sind“ (Bourdieu, 1992, S. 63). Und das ökonomische Kapital wird von Bordieu neben der ökonomischen Bedeutung des Geldes auch als Transverkapital bezeichnet. Es wird benötigt um an soziales und kulturelles Kapital zu erlangen. Bordieu hat in seinem Buch „Die illusion der Chancengleichheit“ feststellen können, dass es durch die ungleiche Verteilung dieser Kapitalien zur Ungleichheit im Bildungssystem kommt. Ihm nach ist eine Familie die weniger kulturelles Kapital inne hat, sehr viel schlechter gestellt als ein Kind aus einer Familie mit viel kulturellem Kapital. Seine Ergebnisse konnte er anhand von Untersuchungen der Pariser Elit Universität festhalten.

8.2.16 14:36, kommentieren

Grundlage Text: Norbert Elias_Etablierte und Außenseiter 1973

In dem Buch „Etablierte Außenseiter“ von Norbert Elias ,thematisiert Elias eine Studie die um 1960 rum von ihm in Winston Parva durchgeführt wurde.Aus den Untersuchungen von Elias geht hervor, dass verschiedene Bewohner als Außenseiter abgestempelt werden. Dieses Außenseitertum geht nicht aus verschiedenen ethnischen Hintergründen oder sozialen Herkunft heraus, wie es aus der heutigen Gesellschaft zu erahnen wäre. In den Untersuchungen von Norbert Elias haben sich verschiedene Gruppierungen gebildert. Wichtig hierbei ist, dass sich die jeweiligen etablierten Gruppen als besser ansehen als andere Gruppe. Im Gegenzug hierzu steht eine andere Gruppe , „die Außenseitergruppe“ , diese wird von den Etablierten ausgegrenzt und missachtet. Doch es scheint so als würde „die Außenseiter Gruppe“ sich ihrem Schicksal hingeben. Diese verschiedenen Gruppen bilden sich nach Elias durch unterschiedliche Macht Positionen. Wie bereits erwähnt , entstanden diese Gruppen nicht auf der Basis von unterschiedlichen Rassen, Religionen oder Ethnien. Es wurde festgehalten, dass allein die Dauer der Wohnlänge in verschiedenen Gebieten ausschlaggebend für die Gruppen Bildung war. Die alteingesessenen Familien wurden in jeder Hinsicht bevorzugt behandelt und bekommen die wichtigsten Aufgaben. So entwickelte sich über Jahre hinweg eine Machtüberlegenheit seitens der Etablierten. Aber kann man da noch von Freiheit des Individuum sprechen?Die Menschen in Winston Parva setzen sich selber Unterdruck und shrenken sich und ihre Freiheit somit selber ein. Die Heirat oder die Freundschaft zwischen den Etablierten und einer Außenseiterfamilie war nicht erlaubt und unvorstellbar. Somit wurden soziale Beziehungen und Freundschaften vorbestimmt. Ihnen wurde die politische und soziale Teilhabe auf der lokalen Ebene verwehrt, obwohl sie nach den Gesetzen über die gleichen Rechte verfügten wie die Alteingesessenen.Aber kann man da noch von Freiheit des Individuum sprechen? Dieses Phänomen in Winston Parva erinnert mich leider an die institutionelle Diskriminierung die wir selbst in der heutigen Gesellschaft noch miterleben müssen. Leider gibt es auch heute noch sehr viel Diskriminierung und Verachtung. Zu diesem Thema fehlt mir zum Beispiel die Stellung der Migranten oder die Flüchtlingsdebatte ein, aber auch Homosexuelle oder generell Menschen anderer Herkunft werden auch heute noch in verschiedene Schubladen gesteckt und sie werden Meiner Meinung nach anders behandelt. Natürlich darf dies nicht verallgemeinert werden und auf die gesamte Gesellschaft übertragen werden sonst würde es noch wie in Winston Parva enden.

8.2.16 12:00, kommentieren

Grundlage Text: George Herbert Mead: „Geist, Identität und Gesellschaft“ (1973)

Identität„Ich versuchte, zwischen Ich und ich als verschiedene Phasen der Identität zu unterscheiden, wobei das ich und die organisierten Handlungen der anderen reagiert, die wir als gegeben ansehen und die in der Folge unser eigenes Verhalten insoweit bestimmen, als dieses bewußt ist“. (Vgl. Mead, S.253)Nicht nur die Individuen einer Gesellschaft stehen in dauerhafter Wechselwirkung, Interaktion zu einander, sondern auch die Teile der eigenen Identität stehen in Wechselwirkung zu einander. Im Laufe der Sozialisation eines Menschen findet der Mensch mithilfe von bestimmten Instanzen wie Zb. Werte und Normen, Familie, Schule seine eigene Identität.Mead thematisiert in seinem Hauptwerk „Geist, Identität und Gesellschaft“die Bildung der Ich-Identität.Aus dem oben genannten Zitat geht hervor das G. H. Mead zwischen dem ich und dem ich in verschiedenen Phasen der Identität unterscheidet. Zum einen ist das Bewusstsein und zum anderen ist die Identität gemeint . Die Identität des Menschen besteht nach Mead demnach aus dem impulsiven Ich „I“ und dem reflektiertem ich „Me“.Das impulsive ich reagiert zB. auf spontane Zumutungen auch Kreativität und alle biologisch veranlagten Triebe sind hiermit gemeint. Das reflektierte ich impliziert eigene Überlegungen, wie andere einen sehen oder was andere von einem erwarten. Das „Me“ reflektiert und sortiert also die Haltungen anderer und handelt letztlich dementsprechend. Auch beinhaltet das „Me“ Normen und Werte, die man im Laufe seines Lebens lernt. Ob man sich an bestimmte Regeln oder Muster hält ist jedoch vom „I“ also Bewusstsein eines Menschen abhängigFerner kann gesagt werden, dass das I vollständig subjektiv bestimmt ist und die Reaktion auf das me beinhaltet.Drüber hinaus gibt es nach Mead auch die Instanze „Mind“ eines Menschen, dieser hilft bei den Impulsen von „I“ und „Me“ zu vermitteln. Durch ein gelungenes vermitteln zwischen „I“ und „Me“ entsteht nach und nach das „self“ also die Identität.Identität bedeutet auch hineinfinden in eine Gesellschaft und Darstellen eines bewussten Mitglieds.Nach Mead ist es also wichtig ein ausgewogenes Spannungsverhältnis zwischen „I“ und „Me“ herzustellen. Würde ein Individuum also immer nur rein aus dem Bauch her Leben und das „Me“ völlig außen vor lassen, wäre ein Leben als sozialisierter Mensch in der Gesellschaft nicht möglich.

11.1.16 12:16, kommentieren

Mode oder nur ein kurzer Trend. -Georg Simmel

Grundlagetext: Georg Simmel „Mode“In dem Text „Mode“ von Georg Simmel definiert Simmel den „Mode“ begriff und zeigt auf wie nach ihm Mode entsteht.Der Soziologe Georg Simmel geht davon aus, dass Mode ein Produkt der Klassenunterschiede ist. Seiner Auffassung nach kann ohne eine Gesellschaft, welche in verschiedenen Klassen unterteilt ist keine Mode entstehen.Durch die verschiedenen Klassen, welche vorherrschen, entsteht ein Spannungsverhältnis. Der Konkurrenzkampf besteht nicht nur zwischen den oberen Schichten auch die untere Klasse möchte so sein wie die obere Klasse.Durch Nachahmung und Absonderung innerhalb der Klassen entsteht nach Simmel die Mode.Während die untere Klasse die Obere Klasse nachahmt, hat die obere Klasse schon einen neuen Stil oder einen neuen Geschmack entwickelt. Den die obere Klasse muss sich natürlich von der unteren Klasse absondern und abheben und hierdurch entsteht letztendlich eine neue Mode. Dieses Verfahren könnte mit einem Teufelskreis gleichgesetzt werden. Sobald die untere Klasse sich der obigen annähert, entwickelt die Obige Klasse einen neuen Trend.Die vorherrschende höhere Schicht gibt also den Ton an, diesen Effekt nennt Simmel Trickle-Down-Effekt.Durch dieses Effekt scheint es Gesetzt zu sein, dass die Mode von der Oberen, zu den unteren Schichten kommt.Der Trickle-Down-Effekt kann nur funktionieren wenn der Wunsch nach Abgrenzung einerseits und von der Vereinigung angestrebt wird.Mode ist nach Simmel etwas einzigartiges was eben nicht jeder hat und wonach ein Teil der Bevölkerung immer strebt. Nur so kann ein Trend standhaft bleiben.Des Weiteren differenziert Simmel innerhalb der Mode. Mode ist für in nicht nur das trendigste paar Schuhe, sondern auch ein Lebensstil, eine politische Einstellung, Religion, Ernährung und vieles mehr. Man wird quasi immer mit Mode konfrontiert.

9.1.16 09:40, kommentieren

Früher Tradition, heute nur ein „geben und nehmen „ ?! Warum muss man Gaben erwidern?

Der Austausch in archaischen Gesellschaften von Marcel Mauss.In seinem Buch „Die Gabe“,aus dem wir einen Ausschnitt gelesen haben, untersucht Marcel Mauss archaische Familien und die Bedeutung der Gaben in diesen Kulturen.Marcel Mauss hat das soziale Phänomen „der Gabe“ in archaischen Gesellschaften unter anderem in Polynesien, Melanesien und Nordwestafrika genauer untersucht.Es wird dargestellt, dass die Gaben und Geschenke in den archaischen Gesellschaften eine zentrale Rolle spielen und grundlegend für die damalige Gesellschaft und vor allem deren erhalt ist.Die Funktion der Gabe scheint sehr besonders und vielseitig zu sein, den Mauss spricht von einer „(..)totalen Leistung(..)“ ( vgl. S. 167) , die nicht nur voraussetzt zu schenken , sondern auch Geschenke zu erwidern.Mauss stellt in seinen Untersuchungen fest, dass die Gabe und die Erwiderung der Gaben in den archaischen Gesellschaft zu Pflicht geworden ist.Die Volksgruppe Dayak hat sogar ein Rechts- und Moralsystem aus welches Pflichten einer richtigen Verhaltensweise wie zum Beispiel, das teilnehmen eines Mahles, einher geht.Der eigentliche Ursprung und die Idee der Gaben sind laut Mausss Untersuchungen auf geistige Bindungen und religiöse Gründe zurück zuführen.Das vernetzen und verbinden religiöser Riten und Traditionen lässt ein soziales Phänomen herbei kommen, wo die Pflicht des schenken und verschenken immer tiefer verankert wurde und schließlich zur menschlichen Moral, zum menschlichen Gesetz, zur Gewohnheit wurde.Natürlich musste ich sofort an die heutige Gesellschaft und an unsere Gabenkultur denken. Zu erst möchte ich heranführen, dass Mausss Untersuchungen mir nicht ganz fremd sind und ich hierbei parallelen aus der türkischen Kultur gefunden habe.Auch in der türkischen Kultur haben Gaben einen hohen Stellenwert. Man schenkt quasi immer etwas, wenn man jemanden besucht und bekommt genauso ein Geschenk, wenn man selber besucht wird.Man schenkt immer soviel wie man selber bekommen hat vor allem der Wert des Geschenkes bleibt fast immer derselbe.Bekommt man etwas, was unter dem Wert des eigenen Geschenkes liegt, wird dies für nicht gut empfunden.Des Weiteren spielen auf türkischen Hochzeiten große Summen an Geld eine wichtige Rolle. Bei der „Taki“ (Geschenkvergabe( Wörth. übersetzt.)) Zeremonie, werden alle Gäste aufgefordert sich anzustellen um das Brautpaar zu beschenken.Zunächst werden die engeren Verwandte wie zB. Geschwister und Eltern aufgefordert sich als erste in die Schlange zustellen.Die Geschenke des engeren Bekanntenkreises sind meist große Summen an Geld oder Gold.Das Geschenk eines jeden Gasts wird laut per Mikrofon aufgerufen und sogar von einem Schreiber notiert.Gäste die eher unter die Kategorie Freunde fallen schenken meist Fünfzig Euro.Ich habe oftmals beobachten können, dass immer so viel verschenkt wird wie man auch selber als Geschenk erhalten hat (Wert).Meiner Meinung nach kommen die Geschenke nicht immer aus dem Herzen und erfüllen eher den Zweck der Anerkennung seitens anderer.

10.12.15 18:33, kommentieren

10.12.15 18:36, kommentieren

„Verhält sich weiblich zu männlich wie Natur zu Kultur“

Folgender Blogpost basiert auf einem Textabschnitt aus dem Buch „Verhält sich weiblich zu männlich wie Natur zu Kultur“ von Sherry B. Ortner.Der Text ist eingeteilt in Vier größere Teile welche nach und nach der Frage auf den Grund gehen, ob sich weiblich zu männlich wie Natur zu Kultur verhält.Einleitend wird dargestellt, dass der Status der Frau ein umstrittenes und schwieriges Thema ist und es somit zur einer Universalie gehört.Sherry B. Ortner weist auf, dass der weibliche Status und ihre Stellung in der Gesellschaft zwar kulturspezifisch sei doch würden die Annahmen darüber verallgemeinert seien und aus alten Riten und Traditionen hervorkommen.„Frauen ritten früher (…) schlechtere Pferde, und offensichtlich drohten sie eine Quelle der Ansteckung zu sein, den es war ihnen verboten, sich einem verletzten Man zu näheren oder Männern, die sich auf einen Kriegszug vorbereiteten.“ (S.120, Sherry B. Ortner)Die Frau wird als unrein und als Gefahr für die Männer dargestellt Ortner benutzt viele dieser Beispiele um darzulegen, dass die weibliche Unterordnung eine kulturelle Universalie ist. (vgl. S. 120)Des Weiteren wird ein weiterer Grund eingeführt welcher erläutern soll oder zumindest versucht zu erläutern wieso die weibliche Unterordnung eine kulturelle Universalie ist.Die Unterordnung der Frau wird von den meisten Gesellschaften schon damals als biologischer Determinismus gesehen und hat sich so bis heute verfestigt.Der Man hat etwas, was die Frauen nicht haben und es ist naturgegeben. (vgl. S.121)Auf diese These beruhen sich viele Soziologen (Bourdieu) wie auch Ethnologen wahrscheinlich , weil es die aussagekräftigste These ist, da sie Naturgegeben ist.Doch Sherry B. Ortner geht noch einen Schritt weiter und weist auf, dass Frauen mit diesem Naturzustand zu frieden sind, da sie gerne zu Fortpflanzung beitragen und Kinder erziehen.Doch auch dieser Punkt hat mich als Frau nicht recht überzeugen können. Den selbst die Menstruation die zur Fortpflanzung dient wird als nervend und schmerzend beschrieben.Die Rolle der Frau wird kulturspezifisch als ein abwertendes Symbol dargestellt und wird somit zur Universalie (vgl.S. 21)Im weiteren verlauf des Textabschnittes wird noch die Natur im Verhältnis zur Kultur thematisiert und welche Rolle hierbei die Frau trägt.Doch hier möchte ich schon ansetzten, den es wird davon gesprochen, dass die Frau Funktionen hat die der Man nicht hat. Eines dieser Funktionen wäre zum Beispiel die Fortpflanzung. Der man trägt hier auch seinen Beitrag bei, doch hat der Man hierbei eher eine zweitrangige Rolle. Die Frau bringt ein Lebewesen zu Welt erzieht es und sozialisiert es trägt schmerzen und Narben davon und ist eingeschränkt.Wenn die Frau nicht wäre würde es keine Fortpflanzung geben somit hat die Frau in meinen Augen, damals und auch heute, eine wichtige Position in der Gesellschaft.Meiner Meinung nach sollte es keine Differenzierung oder wertende Äußerung über ein Geschlecht geben doch wenn es eine gibt so scheint mit der Man aufgrund von vielen Aspekten untergeordnet zu betrachten.Die Unterordnung des weiblichen Geschlechts sollte meiner Meiner Meinung nach weder kulturell noch naturell bedingt stattfinden. Den ich denke, dass die Frau wesentlichere und grundlegendere Aufgaben als der Mann erfüllt.

1 Kommentar 1.12.15 15:50, kommentieren

Religion oder Gewalt?

In „Das heilige und die Gewalt“ hat der Religionsphilosoph Rene Girard den Zusammenhang zwischen dem Christentum und der menschlichen Gewalt dargestellt.Hierbei unterscheidet Girard zwischen zwei Formen, der archaischen Religion, die auf Gewalt beruht und das Christentum selber welche diese Art von Gewalt nicht befürwortet.Im biblischen Texten wie Girard aufweist steht das Opfer durchaus im Mittelpunkt.Der Impuls der Gewalt beherrscht die Gesellschaft und die Menschen noch bis in die heutige Zeit.Gewalt ist ein Impuls der die Menschheit und Gesellschaft auch noch in der heutigen Zeit stark beeinflusst und beherrscht. Um den Zusammenhang der Gewalt und der Religion darzustellen gibt Girard Beispiele aus dem alten Testament. Girard weist auf wodurch die Gewalttätigkeit die, die Menschen heute noch prägt stammt.Hierfür entwickelt er eine Theorie der Gewalt, die besagt, dass Gewalttätigkeit aus dem Zwang und dem konkurrieren untereinander auftaucht.Der Konkurrenzkampf zwischen den Menschen stellt ein großes Zerstörungspotenzial dar. Um auftretenden Spannungen entgegen zu wirken wird von der Gesellschaft der Sündenbock entwickelt , „das versöhnendes Oper“ welches von der Gesellschaft ausgestoßen und „getötet“ wird.Girard weist auf das diesem Sündenbock-Prinzip nur mit Religion entgegengewirkt werden kann.Nach dem lesen des Textes kam die Frage auf: Wieso die Religion der Terroristen zum töten veranlasst? Wenn Sie doch eigentlich etwas positives bewirken sollte.

26.11.15 22:22, kommentieren