Grundlage Text: Norbert Elias_Etablierte und Außenseiter 1973

In dem Buch „Etablierte Außenseiter“ von Norbert Elias ,thematisiert Elias eine Studie die um 1960 rum von ihm in Winston Parva durchgeführt wurde.Aus den Untersuchungen von Elias geht hervor, dass verschiedene Bewohner als Außenseiter abgestempelt werden. Dieses Außenseitertum geht nicht aus verschiedenen ethnischen Hintergründen oder sozialen Herkunft heraus, wie es aus der heutigen Gesellschaft zu erahnen wäre. In den Untersuchungen von Norbert Elias haben sich verschiedene Gruppierungen gebildert. Wichtig hierbei ist, dass sich die jeweiligen etablierten Gruppen als besser ansehen als andere Gruppe. Im Gegenzug hierzu steht eine andere Gruppe , „die Außenseitergruppe“ , diese wird von den Etablierten ausgegrenzt und missachtet. Doch es scheint so als würde „die Außenseiter Gruppe“ sich ihrem Schicksal hingeben. Diese verschiedenen Gruppen bilden sich nach Elias durch unterschiedliche Macht Positionen. Wie bereits erwähnt , entstanden diese Gruppen nicht auf der Basis von unterschiedlichen Rassen, Religionen oder Ethnien. Es wurde festgehalten, dass allein die Dauer der Wohnlänge in verschiedenen Gebieten ausschlaggebend für die Gruppen Bildung war. Die alteingesessenen Familien wurden in jeder Hinsicht bevorzugt behandelt und bekommen die wichtigsten Aufgaben. So entwickelte sich über Jahre hinweg eine Machtüberlegenheit seitens der Etablierten. Aber kann man da noch von Freiheit des Individuum sprechen?Die Menschen in Winston Parva setzen sich selber Unterdruck und shrenken sich und ihre Freiheit somit selber ein. Die Heirat oder die Freundschaft zwischen den Etablierten und einer Außenseiterfamilie war nicht erlaubt und unvorstellbar. Somit wurden soziale Beziehungen und Freundschaften vorbestimmt. Ihnen wurde die politische und soziale Teilhabe auf der lokalen Ebene verwehrt, obwohl sie nach den Gesetzen über die gleichen Rechte verfügten wie die Alteingesessenen.Aber kann man da noch von Freiheit des Individuum sprechen? Dieses Phänomen in Winston Parva erinnert mich leider an die institutionelle Diskriminierung die wir selbst in der heutigen Gesellschaft noch miterleben müssen. Leider gibt es auch heute noch sehr viel Diskriminierung und Verachtung. Zu diesem Thema fehlt mir zum Beispiel die Stellung der Migranten oder die Flüchtlingsdebatte ein, aber auch Homosexuelle oder generell Menschen anderer Herkunft werden auch heute noch in verschiedene Schubladen gesteckt und sie werden Meiner Meinung nach anders behandelt. Natürlich darf dies nicht verallgemeinert werden und auf die gesamte Gesellschaft übertragen werden sonst würde es noch wie in Winston Parva enden.

8.2.16 12:00

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