Grundlagetext: Sigmund Freud_Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse 1917

In dem Folgenden Text wird die psychosexuelle Entwicklung eines Menschen nach Freud beschrieben. Freud geht davon aus, dass der Mensch von Geburt aus ein Triebwesen ist und von seinen Trieben geleitet wird, diesen Trieb nennt er Sexualtrieb und seine Platzierung ist im Seelenleben.(vgl. Freud) Diese wird als fundamentale menschliche Antriebskraft gesehen. Mit dem Sexualtrieb der durch den Libido gesteuert ist, meint Freud nicht nur den sexuellen Akt auch Bedürfnisse wie Hunger und dem Machtwillen ummauern diesen Trieb. Freud spricht bei einer nicht Befriedigung der sexuellen Bedürfnisse von Neurosen, diese sind spezifische Erkrankungen der Sexualfunktion. Sigmund Freud hat ist seiner Psychoanalyse demnach drei Instanzen einen hohen Wert zugesprochen: das Ich, das Es und dem Über-Ich. Das Es im Menschen sind alle Bedürfnisse eines Menschen die Freud als Sexualtrieb bezeichnet. Diese Instanz umrahmt alle Bedürfnisse die ein Lebewesen bewusst aber auch unbewusst haben kann. Das Ich hingegen wird zum Gegenpart zum Es gesehen. Es besteht aus der erzieherischen Umwelt und geht von verinnerlichten Handlungsnormen aus. Man könnte auch sagen es ist das Gewissen eines jeden Menschen und steht in Abhängigkeit zu den Wertvorstellungen und Moralischen Instanzen die jedes Individuum unterschiedlich entwickelt. So würde zum Beispiel eine Person eher dazu neigen einer Norm zu verachten als eine Person, die ein stärkeres es besitzt.Das Ich welches die letzte Instanz in diesem Kontext aufweist ist die ausgebildete Ich-Identität einer Person, quasi das was einen Menschen ausmacht. Das Ich hat die Aufgabe und das Ziel zwischen es und über-Ich zu vermitteln. Das Ich vermittelt größtenteils bewusst und versucht psychische als auch soziale Konflikte zu lösen.Die größte Aufgabe liegt somit darin die Hürden des Es und des über-Ich in Einklang zu bringen.Des Weiteren wird dem Menschen durch Freud ein Narzissmus zugesprochen, dieser herrscht im Menschen von Geburt an. Der Mensch versucht demnach seit seiner Geburt durch seine Ich-Liebe zu überleben. Es will seine Triebe und Bedürfnisse befriedigen. Freund sagt auch in diesem Kontext, dass das Verhalten eines Kleinkindes nur vom Es gesteuert ist. Das Kleinkind muss zunächst von seinen Eltern sozialisiert werden, damit überhaupt erst das Über-Ich in Kraft treten kann. Wenn man demnach nicht weiß welche Folgen ein Verhalten mit sich trägt, würde man auch ohne Scheu davor, Straftaten oder nicht erlaubte Sachen machen, man würde ja sowieso keine Folgen daraus mit sich ziehen. Dies kann man sehr schön an einem Baby verdeutlichen, es uriniert unkontrolliert, was eine Erwachsene sozialisierte Person nicht machen würde. Neben der Tatsache, dass dies ziemlich unangenehm wäre wurde uns beigebracht auf Toilette zu gehen und unser Über-Ich hat uns gelehrt auf Toilette zu gehen. Natürlich gibt es auch Konflikt Situationen in denen das Ich „versagt“ und mit den Bedürfnissen des Ich nicht fertig wird. Zum Beispiel man ist sich über die Konsequenzen von nicht gemachten Hausaufgaben klar aber erledigt sie trotzdem nicht, da man das Bedürfnis des inneren Triebes, zB. Ins Kino zugehen befriedigen möchte. Zusammen fassend lässt sich sagen , dass eine ausgewogene Spannung zwischen dem Es und des Über-Ich stattfinden muss, damit das Ich eines Menschen nicht krank wird. Doch auch sollte man sich an die Werte und Normen der Gesellschaft halten um ein fester Bestandteil ihrer werden zu können ohne als verrückt oder krank bezeichnet zu werden. Aber ein wenig aus der Rolle tanzt halt jeder man auf ganz individuelle Weise. ☺

12.2.16 07:31

Letzte Einträge: Mode oder nur ein kurzer Trend. -Georg Simmel, Grundlage Text: George Herbert Mead: „Geist, Identität und Gesellschaft“ (1973), Grundlage Text: Norbert Elias_Etablierte und Außenseiter 1973, Grundlagetext: Pierre Bourdieu: „Ökonomisches Kapital – Kulturelles Kapital – Soziales Kapital“ (1983), Georg Bataille : Theorien der Religion

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen